1. Tarifverhandlung für die ostdeutsche Stahlindustrie
 

Heute fand in Berlin die erste Tarifverhandlung für die Beschäftigten der Stahlindustrie im Tarifgebiet Ost statt. Die IG Metall forderte eine Entgelterhöhung um 8,2 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten und die Verlängerung der Tarifverträge über Altersteilzeit, zur Beschäftigungssicherung und zur Einführung von Arbeitszeitkonten sowie über den Einsatz von Werkverträgen.

Die Arbeitgeber haben der IG Metall eine Einmalzahlung in Höhe von 2.100 EUR für eine Laufzeit von 12 Monaten angeboten. Damit soll einerseits der in vielen Mitgliedsunternehmen bis heute guten Entwicklung der Ergebnisse, andererseits den enormen wirtschaftlichen Risiken entsprochen werden, denen sich die Stahlindustrie sowie die Gesamtwirtschaft gegenüber sehen. Insbesondere die sich abzeichnende Verteuerung und Verknappung von Energie würde die Stahlunternehmen existenziell gefährden.

Reiner Blaschek, Verhandlungsführer des Arbeitgeberverbandes Stahl e.V. für das Tarifgebiet Ost:

„Die Unsicherheit in der deutschen Wirtschaft und in der Stahlindustrie bezüglich der weiteren konjunkturellen Entwicklung ist so groß wie seit Jahrzehnten nicht. In dieser wahrhaft außergewöhnlichen Situation sind außergewöhnliche Schritte erforderlich. Mit dem Angebot einer hohen Einmalzahlung sind die Arbeitgeber weit auf die IG Metall zugegangen.“

Düsseldorf, den 17. Mai 2022

Arbeitgeberverband Stahl e.V.

   gez. Dr. Gerhard Erdmann