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Tarifabschluss für die westdeutsche Stahlindustrie

In der dritten Tarifverhandlung für die Stahlindustrie in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen haben der Arbeitgeberverband Stahl und die IG Metall folgende Einigung erzielt:

  • Die Beschäftigten erhalten zum 30. Juni 2021 eine Corona-Beihilfe in Höhe von 500 €.
  • Am 28. Dezember 2021 sowie am 28. Februar 2022 erhalten sie eine wiederkehrende Zahlung zur Beschäftigungssicherung von jeweils 250 €.
     
  • Ab dem 28. Februar 2023 beträgt die wiederkehrende Zahlung zur Beschäftigungssicherung 600 € im Jahr.
     
  • Die wiederkehrenden Zahlungen zur Beschäftigungssicherung können je nach wirtschaftlicher Lage des Unternehmens in Freizeit umgewandelt werden.
     
  • Auszubildende erhalten eine Corona-Beihilfe in Höhe von 300 € sowie eine wiederkehrende Zahlung zur Beschäftigungssicherung in Höhe von 150 € am  28. Dezember 2021 und am 28. Februar 2022. Ab dem 28. Februar 2023 erhalten sie 360 €. Eine Umwandlung in Freizeit ist ausgeschlossen.
     
  • Die Laufzeit des Tarifvertrages wurde vom 1. März 2021 bis zum 31. Mai 2022, mithin für 15 Monate, vereinbart. Die Regelung über die zusätzliche tarifliche Vergütung ab dem 28. Februar 2023 gilt für unbestimmte Zeit und ist mit halbjähriger Frist zum Ende eines Quartals, erstmals zum 31. März 2025 kündbar.
     
  • Die Tarifverträge über Altersteilzeit, den Einsatz von Werkverträgen sowie zur Beschäftigungssicherung und zur Einführung von Arbeitszeitkonten werden bis zum 31. Mai 2022 verlängert.
     
  • Die Tarifparteien vereinbaren ferner, in Verhandlungen über einen Tarifvertrag für Dual Studierende einzutreten.
     
  • Zudem werden die Tarifparteien in Verhandlungen über einen Transformationstarifvertrag zur Gestaltung des Umbaus hin zu einer CO2-neutralen Stahlproduktion eintreten.

Hierzu erklärt der Vorsitzende des Arbeitgeberverbands Stahl, Professor Dr. Heinz Jörg Fuhrmann:

„Der Tarifabschluss trägt den Möglichkeiten, aber auch den Erfordernissen der deutschen Stahlindustrie und ihrer Beschäftigten in sehr verantwortungsvoller Weise Rechnung. Er dient dem Erhalt der finanziellen Handlungsfähigkeit der Unternehmen angesichts der existenzbedrohenden Substanzverluste des vergangenen Jahres und der fortbestehenden Unsicherheit bezüglich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung.

Gleichermaßen finden die außerordentlichen Belastungen unserer Beschäftigten in Zeiten der Corona-Pandemie Anerkennung. Nicht zuletzt möchte ich das klare Bekenntnis der Tarifparteien, der gemeinsamen Aufgabe zur Gestaltung der vor uns liegenden Transformation der Stahlindustrie in Richtung Klimaneutralität mit dem Abschluss eines Transformationstarifvertrages zu entsprechen, hervorheben.“

 

Düsseldorf, den 27. März 2021
 

Arbeitgeberverband Stahl e.V.
gez. Dr. Gerhard Erdmann